Felix und Chandra in den USA

11Sept
2010

Nicht mehr lang!

LEIDER KANN ICH VORERST KEINE FOTOS MEHR REINLADEN. ES SCHEINT WOHL EIN GENERELLES PROBLEM MIT DER INTERNETSEITE ZU SEIN, DA DIES ORT- UND BILDUNABHÄNGIG IST. AUCH AUF EINEM NEUEN BLOG FUNKTIONIERT ES NICHT. ICH BIN MIT DEM WEBMANAGER IN KONTAKT UND HOFFE, DASS ES BALD UMSO MEHR BILDER ZU ZEIGEN GIBT.

Fr, 10.9.

Heute sind wir nach Virginia gefahren. Der WEg führte uns durch West Virgnia, eines der wenigen unberührten Stückchen Land an der Ostküste. Die Fahrt war unglaublich schön durch eine hügelige Landschaft mit netten Städtchen. Unser Campingplatz liegt wunderschön zwischen Hügeln, fast wie daheim ;-) Apropos, wir haben (zum ersten Mal) ein wirklich gutes DEUTSCHES Restaurant gefunden, wo wir herrlich gespeist haben. Die Besitzer sind ursprünglich aus Karlsruhe und kochen genau so: Wiener Schnitzel und vegetarische Platte mit Spätzle, Rotkraut, Bayrisch Kraut und grünen Bohnen, zum Nachtisch gab's Schwarzwälder Kirschtorte und Apfel-Käse-Kuchen. Dazu haben wir noch ein Pilsner Urquell bzw. einen Es war einfach super lecker, weil so authentisch. Sehr amüsierend war die "Band": 2 Schwaben und 2 Badener mit Akkordeon und Mundharmonika. Echt süß ;-) Etwas amerikanisiert waren die Outfits. Die Mädels hatten Dirndl an, aber weiße Turnschuhe. Geht ja gaaaar nicht. Jetzt sitzen wir sehr gesättigt auf unserem CAmpingplatz und genießen ausnahmsweise mal die Ruhe hier (unsere Campingplätze waren in letzter Zeit sehr oft an großen Autobahnen)

Felix vor dem Deutschen Restaurant

Sa, 11.9.

Heute haben wir unseren letzten National Park, den Shenandoah NP, besucht. Dies besteht aus der sogenannten Skyline Drive, einer 170km langen Straße, die am Kamm der Blue Ridge Mountains entlang führt. Von dort hat man alle paar Kilometer einen wunderbaren Ausblick auf das Umland, das sich mit seinen bewaldeten, sanften Hügeln vor allem im Herbst von seiner besten Seite zeigt. Ansonsten fährt auch auf dem Kamm durch dichten Wald, der mehr als 500 Baumarten beherbergt. So ganz nebenbei haben wir die 20 000 Meilengrenze (Das sind 32 000 km!!) überschritten. Auf unseren ökologischen Rucksack dieses Jahr können wir nicht gerade stolz sein, aber wir geloben Besserung.

So, 12.9.

Heute sind wir nach Washington gefahren. Diesmal waren es nur 4h, sodass wir den ganzen Nachmittag Zeit hatten uns unserem Film und dem (leider sehr schlechten) Internet zu widmen.

Mo, 13.9.

Heute haben wir also die Hauptstadt dieses großen Landes unsicher gemacht. Zuerst haben wir uns das Capitol und die Jefferson Library (Library of Congress) angeschaut. Letztere verfügt über 145 Mio Medien (Bücher, Filme, etc.) und ist einfach gigantisch. Danach sind wir die ganze Mall (3,2 km) vom Capitol bis zum Lincoln Memorial runtergelaufen, wobei wir hin und wieder in die Museen links und rechts davon geschaut haben. Diese sind ja alle umsonst. Das lässt natürlich ein schwäbisches Studentenherz höherschlagen, aber das Ganze hat auch Nachteile. Vor allem Kunstmuseen leiden darunter, dass Leute einfach dort durchrennen, alles anfassen, mit Handys rumtelefonieren und Musik machen und obendrein werden dann im Gehen noch Fotos mit Blitzu (!!) von jedem Bild oder Objekt gemacht. Das trübt das Erlebnis in einem Museum etwas.... Wie auch immer. Auf dem Rückweg sind wir in die Spitze des Washington Monument hochgefahren. Da dies das höchste "Gebäude" in Washington ist, hat man einen wunderschönen Blick über die ganze Stadt. Da wir noch ein wenig Zeit hatten, bis unser Shuttle uns wieder zum Campingplatz zurückbringen sollte, haben wir noch das Hirshhorn Museum besucht, das hauptsächlich Kunst des 20. Jhds beherbergt.  Nach diesem Tag sind wir dann auch totmüde ins Bett gefallen.

Di, 14.9.

Heute waren wir nochmal in Washington. Morgens haben wir uns in aller Ruhe (4h) das Holocaust Memorial Museum angeschaut, eine sehr gut zusammengestellte Ausstellung von der Machtergreifung Hitlers bis zur Befreiung von den Alliierten. Das Museum ist deswegen so gut, weil es nicht (wie sonst immer) das deutsche Volk an den Pranger stellt, sondern sehr detailliert erklärt wie es zu diesem Desaster kommen konnte.Unserer Meinung nach sicher eines der besten zu diesem Thema (und wir haben schon viel davon gesehen). Wir waren jedenfalls begeistert, falls man diesen Terminus in dieser Hinsicht überhaupt benutzen darf. Danach haben wir uns zum Weißen Haus begeben, wo gerade Obama eingeflogen wurde. Da war natürlich ein riesiges Sicherheitstheater, wie wenn jemand aus 500m Entfernung den Präsidenten erschießen würde. Anyway, war irgendwie auch lustig das ganze Trara. Hinterher sind wir noch ein wenig durch Downtown gepilgert. Hatten noch ein paar Shoppingaufträge von ein paar Leute zu erledigen. Auf dem Rückweg zum Capitol, wo um 6 Uhr wieder unser Shuttle wartete, haben uns jeweils relativ kurz das Museum of NAtural History und die Gallery of Art angeschaut. Auch heute war es wieder ein straffes Programm.

Mi, 15.9.

Heute haben wir uns ein wenig Baltimore angeschaut. Es war nicht die grandioseste Idee mit dem Auto nach Downtown zu fahren, haben wir doch eine glattes halbe Stunde gebraucht, um überhaupt einen Parkplatz zu finden, der nicht pro TAG abrechnet. Aber sonst hat Baltimore einen schönen Inner Harbor, so ähnlich wie die Alster in Hamburg, bloß kleiner. Drum herum reihen sich Shopping Malls und Food Halls, ein Block dahinter ragen die Bürotürme von Downtown in die Höh'. Wir sind also ein wenig am Hafen spazieren gegangen und haben uns dann was zum Mittagessen gesucht. Felix hat dann auch mal wieder "Seafood" bekommen. Den Nachmittag haben wir vor unseren Laptops am CAmpingplatz verbracht.

Do, 16.9

Heute sind wir nach Gettysburg, Pennsylvania gefahren. Hier fand eine der bedeutendsten Schlachten des Cival War 1863 statt. In nur 3 Tagen starben hier 51 000 Soldaten. Bei einer Rundfahrt durch das landschaftlich schöne Gelände wird einem das Ausmaß dieser Schlacht schnell bewusst. Ansonsten ist das mehr was für Amerikaner hier. Nun genießen wir unseren letzten Campingplatz auf unserer Reise, denn morgen geht's wieder nach NYC. Leider regnet es momentan, aber zum Glück hat es wieder einen Pavillon hier, sodass wir ein sicheres Dach über dem Kopf haben.

Fr, 17.9.

Heute sind wir also von Gettysburg nach NYC gefahren. Nicht sehr weit, aber der Verkehr ist einfach die Hölle. Vergleichbar mit Florenz, nur leider ist die Stadt und damit der Verkehr noch unendlicher. Wir haben es aber schließlich noch nach Brooklyn geschafft, wo wir uns von unserem treuen Begleiter (am Ende hat er dann nicht mehr so viele Probleme gemacht), dem Ford Taurus, verabschiedet. Endlich! Erst mal kein Auto fahren mehr! Den Abend haben wir bei vielen Erzählunge und Diskussionen ausklingen lassem.

Sa, 18.9.

Morgens haben wir uns erst mal wieder etwas eingerichtet, schließlich bleiben wir hier ja auch ne Weile. Mittags haben wir das Auto wieder blitz blank gemacht und abends gab's dann wieder gutes Essen für alle (Cindy, Micheal, Kyle, Ryan etc.) und danach haben ihnen unsere schon existierenden Filme, NYC und North East, gezeigt.

So, 19.9.

Heute mussten wir erst mal ausschlafen, ist es doch gestern etwas sehr spät geworden. Dann ging's wieder ans Filme machen und an die Planung für die verbleibenden 12Tage.Wir wollen ja auch noch was sehen von dieser beeindruckenden Stadt.

Mo, 20.9.

Morgens haben wir uns erst mal wieder dem Film schneiden gewidmet. Um 14 Uhr hatten wir dann eine Tour im "Biggest Little Museum of New York" gebucht. Dies ist ein einziger Raum im Meat Packing District, der sich mit der Zeit des Wiederaufbaus nach 9/11 beschäftigt. Die Wände sind mit sehr vielen bewegenden Fotos des offiziellen Fotografen auf Ground Zero, Suson, tapeziert. Zu jedem Bild kann man sich mit einer Audio-Tour eine kleine Erklärung anhören. Das "Museum" ist wirklich nett gemacht, mit Sesseln, schönem Licht, vielen Kerzen und familiärer Atmosphäre. Diese Bilder zu sehen ist für viele Menschen hier immer noch sehr emotional, da einfach jeder jemanden kennt, der am 11.9.2001 zu Tode gekommen ist. 

Di, 21.9.

Heute waren wir mal wieder in Downtown unterwegs, diesmal beim American Museum of Finance. Wir erwartet war ein großer Ausstellungsbereich zur derzeitigen Finanzkrise, die hier im Vergleich zu Deutschland noch sehr viel präsenter ist.  Man konnte auf einer Klapptafel den genauen Verlauf der einzelnen Ereignisse nachvollziehen, im Hintergrund konnte man eine Kurve des Dow erkennen, der nicht nur für die amerikanische Wirtschaft eine gute Richtlinie ist. Da wir die Tafel wohl sehr genau studiert hatten - sie war auch wirklich gut gemacht - hat uns ein Journalist von der L.A. Times zu diesem Thema ausgequetscht. Unsere Kommentare dürften also bald dort zu lesen sein. Auch sonst erfährt man sehr viel in diesem Museum: die Entstehung des Dollar, die Geschichte von Wallstreet, genaue Definitionen aller möglichen Finanzbegriffe, die Entstehung eines Marktes und viele weitere Sachen. Nachdem wir uns dort satt gesehen hatten, meldete sich ein anderer Sinn: Der Geschmack. Er wollte auch befriedigt werden. Gegenüber des Museums fanden wir ein Cipriani-Restaurant. Ein Beispiel dafür, dass es auch in den USA hin und wieder mal richtig feine italienische Küche gibt. Das hatte auch seinen Preis, aber dafür richtig lecker *mmmmmmmmmmh* Gegen Nachmittag haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht, sodass wieder Film schneiden angesagt war.

Mi, 22.9.

Heute haben wir das Programm herumgedreht: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen! Also haben wir den ganzen Morgen an unseren Laptops gesessen, wenigstens ist unser Midwest Part I - Film jetzt fast fertig. Mittags sind wir zu Grand Central Station gefahren, wo's ja immer so leckeres Essen gibt. Diesmal ganz bunt: Sushi, Miso-Suppe und ein indisches Veggie-Combo. Wir müssen das einfach noch ausnutzen, solange wir noch können, dafür gibt's daheim wieder Kartoffelsalat *mmmh* Danach haben wir uns die NY Public Library mal von innen angschaut. Diese wird gerade von Grund auf renoviert, sodass wir im Mai noch nichts sehen konnten. Jetzt strahlt sie (zumindest von innen) wieder wie eh und je, vielleicht noch ein wenig schöner. Solche Lesesäle will ich an der Uni auch haben ;-) Schließlich haben wir uns ein wenig auf Shopping-Tour gemacht. Wir gehen nächsten Mi zum Abschluss zu einem Gala-Konzert in die Carnegie Hall (mehr wird noch nicht verraten) und dazu mussten wir uns noch mit den dementsprechenden Klamotten ausstatten. Mein Lieblingsladen für sowas ist mittlerweile die Dressbarn. Gibt's leider nur in den USA, hat aber wirklich bezahlbare Outfits (vor allem auch für kleinere Frauen) für alle möglichen Anlässe. Abends haben wir noch lecker gekocht und dann ab ins Bett.

Do, 23.9.

Heute haben wir uns wieder voll dem Film schneiden gewidmet, es gibt also nicht wahnsinnig viel zu erzählen *g*

Fr, 24.9.

Heute haben wir mal wieder Film geschnitten. Also nichts Besonderes.

Sa, 25.9.

Um mal wieder Abwechslung in unser Leben zu bringen ;-) waren wir heute auf der Steuben Parade. Dies ist ein Deutsch-Amerikanischer Umzug, der an der Fifth Ave entlang geht. Wie ihr seht akklimatisieren wir uns langsam, sodass wir zu Hause keinen Kulturschock bekommen ;-) Mal sehen, sehr deutsch war er ja nicht, der Umzug. Was haben bitteschön Dudelsäcke, die "America the Beautiful" spielen, mit Deutschland zu tun? Aber gab's auch ein paar Spielmannszüge aus Heidelberg und Umgebung, die waren natürlich echt. War schon ein sehr interessantes Erlebnis... unglaublich wieviel deutsche Touris so in NYC rumhängen.

So, 26.9.

Wer hätte es gedacht? Film schneiden.

Mo, 27.9.

Film schneiden

Di, 28.9.

Da der morgige Tag schon komplett ausgebucht ist, haben wir das Farewell-Dinner mit Cindy (meiner Tante) und ihrer Familie vorverlegt. Wir haben ein letztes Mal lecker gekocht und ihnen die Midwest Filme gezeigt. Es war ein schöner Abend.

Mi, 29.9.

Zuerst haben wir uns auf den Weg zum Rubin Museum of Art gemacht. Dort trafen wir den Chief Curator Martin Brauen, ein Schweizer. Dieser zeigte uns im Schnelldurchlauf das gesamte Museum. Es zeigt v.a. tibetische Kunst und ist sehr gut gemacht, auch für Leute, die vorher noch nie etwas davon gehört haben. Man merkt schon, dass ein Schweizer hier die Finger im Spiel hatte: sehr strukturiert, logisch und gut organisiert ;-) Danach sind wir nach Downtwon gefahren, wo ein Heli auf uns wartete. Mit diesem sind wir 15min über Manhattan geflogen, ein genialer Abschiedseindruck. Das Wetter dazu hätte nicht besser sein können. Ihr werdet es im Film sehen.

Abends hatten wir dann noch eine Steigerung im Programm: Die Opening Night Gala in Carnegie Hall! Die Wiener Philharmoniker spielten Beethovens 7. Symphonie und sein 1. Klavierkonzert, Solist war Lang Lang. Kann man sich ein traumhafteres Programm vorstellen? Als Beethoven Liebhaber wohl kaum! Wir genossen unseren letzten Abend dort sehr, vor allem auf sehr guten Plätzen.

Do, 30.9.

Heute war packen angesagt. Nach so langer Zeit in dend USA fällt es doch schwer dieses Land zu verlassen, schließlich haben wir sooooooooooo viele tolle Sachen erlebt und ne Menge netter Leute kennengelernt. Wir werden wohl mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehen, wenigstens ein bisschen freuen wir uns schon uach darauf nach Hause zu gehen, auch wenn uns dort ein großer Berg Arbeit und ein startendes Semester wartet.

Fr, 1.10.

Ziemlich müde, aber dennoch glücklich kamen wir zu Hause an.

Fazit: Sicher eine der schönsten Zeiten in unserem (vor allem auch gemeinsamen) Leben. Würd ich das wieder machen? SOFORT!!!

25August
2010

The South

Di, 24.8.

Heute sind wir nach New Orleans gefahren. Wir waren mal wieder lang im Auto, dafür sind wir jetzt in Louisiana, dem ehemals "französischem" Bundesstaat der USA. Heiß und feucht ist's hier auch, Louisiana wird nicht umsonst Wetlands of America genannt. Heute Morgen, noch in Texas (Cleveland), haben wir noch eine wirklich billige Tankstelle gefunden: $ 2,35 pro Gallone, das sind 0,48 Cent pro Liter!!!

Unglaublich!

Mi, 25.8.

Heute waren wir in New Orleans unterwegs. Praktischerweise gab es einen kostenlosen Shuttle vom Campingplatz in die Altstadt. Eigentlich war es mehr eine Tour, denn der Fahrer erzählte uns alles Wichtige (und Unwichtige) über NO. NO ist wirklich ein Kontrast zu anderen amerikanischen Städten. Die Architektur der "Residential Area" ist atemberaubend, the South eben. Die Kultur ist auch sehr besonders: eine Mischung aus französisch, spanisch, karibisch, afrikanisch und nur ein Tick amerikanisch. Das Essen, Créole oder Cajun, ist genau dieselbe Mischung: viele Meeresfrüchte, Würstchen, Hühnchen (erinnert oft an Cassoulet) ein wenig Chili, immer eine Art Baguette dazu, als Nachtisch Beignets (eine Art rechteckiger Donut mit viel Ei und gaaaaaaaaaanz viel Puderzucker drauf, sehr lecker, aber leider eine Kalorienbombe!) Die größte Touristenattraktion ist das French Quarter. Hier stehen nur alte, kolonialfranzösische Häuser an engen Gassen um eine zentrale, katholische Katherdrale herum. Das French Quarter liegt direkt am Mississppi River, an dem man auf dem Moonwalk entlangspazieren kann. Außer der reichen, höher liegenden Viertel ist dieses das Einzige, das keine großen Schäden vom Hurrikan Katrina erlitten hat. Im Rest der Stadt stand das Wasser bis zu 3m hoch, wer kennt die Bilder nicht mehr... Wir haben uns eine kleine Ausstellung zu Katrina angeschaut, in der sie zeigten, wieviel seit dem Sturm wieder aufgebaut wurde und unter welchen Umständen die Katastrophenhelfer gearbeitet haben. Von den insgesamt 1,5 Mio Einwohner sind bisher nur 500 000 zurückgekehrt. Man sieht nicht mehr viel vom Sturm in den Touristenviertel, aber überall weiter draußen stehen Häuser, Malls, Schulen und Polizeireviere leer. Die Ölkatastrophe hat auch ihre Spuren hinterlassen. Soeben habe ich auf NBC eine Reportage gesehen, die zum 5. Jahrestag von Katrina die Situation an der Küste darstellte. Immer noch werden die Hochseefischer dort von der Regierung zum "Ölfischen" verdonnert. Wieviel Pech kann eine Region in so kurzer Zeit haben?

St. Louis Cathedral Typisches Haus im French Quarter Schaufelraddampfer auf dem Mississppi Crab Gumbo - Cuisine Cajun et Créole Beignet

Do, 26.8.

Heute sind wir auf der Hurricane Evacuation Interstate nach Memphis, Tennessee gefahren. Dort angekommen, erfreuten wir uns eines wunderbaren Wetters. 27°C und 50% Luftfeuchtigkeit. So wie Hochsommer in Deutschland!! Obwohl wir uns nun so lang in diesem Land befinden, unsere Körper sind einfach in gemäßigtem Klima aufgewachsen und an Air Conditioning in Gebäuden können wir uns auch nicht gewöhnen. ES IST ZU KALT, VERDAMMT!! Auf diesem Campingplatz müssen wir auch wieder in einem Kühlschrank-Gebäude sitzen, da der Platz mal wieder direkt an der Autobahn ist. Wir verstehen leider überhaupt nicht, warum die Amis ihr großes Land nicht nutzen und die Campingplätze wenigstens 1 Meile entfernt bauen. Aber dann würden ihn wahrscheinlich all die Renter nicht mehr finden...

Fr, 27.8.

Heute haben wir in Memphis die Musikszene erkundet. Zuerst waren wir natürlich auf Elvis Presleys Anwesen und haben dort eine Tour gemacht. War interessant zu sehen, wie er gelebt und gefeiert hat, wobei zweiteres auf der Audio Tour eher verschwiegen  wird. Da aber in jedem Raum eine Bar zu finden ist, kann man davon ausgehen, dass hier nicht nur Wasser über die Theke floss. Jeder Raum in seiner Villa ist etwas anders gestaltet, aber sicherlich erinnern alle an die 70er und an den King of Rock 'n Roll persönlich, denn er hat überall seinen Stil hinterlassen. Man kann hier auch sein Grab besichtigen, das vor lauter Blumen, Teddys und Kränzen kaum zu sehen ist. Mittags haben wir den kostenlosen Shuttle Bus nach Downtown Memphis genommen, der am Sun Studio (hier hat Elvis die meisten seiner Platten aufgenommen) und natürlich an der Beale St vorbeifährt. Die Beale St ist das Nightlife"viertel". Hier findet man hauptsächlich Bars, Diskos und Restaurants. Aber auch schon nachmittags kann man sich vorstellen, wie es hier nachts zugeht.... nicht sehr schwierig bei DEM Geruch. 

Elvis' Hausempfang Elvis' Grab Beale Street

Sa, 28.8.

Heute sind wir nach Nashville, Tennessee gefahren. The World Capital of Country Music. Auf der Fahrt hierher haben wir nun den siebten Streich von Max und Moritz gelernt Lächeln Wir haben auch mal wieder unsere sogenannte "260 Air Conditioning" angehabt: 2 Fenster offen und 60mph fahren. Leider ist das Klima hier wieder nicht mehr so attraktiv. Die Schwüle schränkt einen sowohl geistig (also nix mit Doktorarbeit schreiben) und körperlich (keine Lust das Zelt auszubauen) extrem ein und aus der Music Barn - hier war's angenehm kühl - haben die Herren vom Campingplatz uns leider verjagt. Heute Abend gehen noch zum Hard Rock Café, denn dort findet ein relativ günstiges Country Music Konzert statt. Wir müssen das einfach auch mal gehört haben. Wir sind schon sehr gespannt.

Chandra beim Konzert Die Band

So, 29.8.

Heute wollten wir eigentlich die Music City erkunden. Was wir nicht wussten: im Mai kam hier die große Flut, die Bilder sehen aus wie der Hurrikan in New Orleans. Dementsprechend sieht's hier noch aus. Die Grand Ole Opry, wo die größten Country Stars am Fr uns Sa auftreten ist total zerstört und muss neu aufgebaut werden. Selbst in Downtown werden die schicksten Bürotürme immer noch getrocknet. Auch unser Campingplatz wurde wohl überflutet, sodass das "Registration Office" auch wieder im Aufbau war und ersatzweise in einem Trailer untergebracht war. 

Nun, viel zu sehen gab es für uns dann nicht, alles hatte ja zu. Also haben wir uns wenigstens den Farmer's Market angeschaut. Es war beeindruckend zu sehen, was hier alles in der Gegend angebaut wird. Von Zucchini, Paprika, Chili bis zu Tomaten, Kraut etc. Da wir ja sonst nichts zu tun hatten, haben wir dort kräftig für's Abendessen eingekauft. In einer weiteren Halle gab es nur Restaurants, wo ich (Chandra) mich wieder an gutem indischen Essen ergötzt habe (Masala Dosa mit Idli und Mango Lassi). Danach sind wir noch kurz auf den Capitol-Hügel gestiegen, wo man einen schönen Blick über die Stadt hat. Schließlich sind wir zum Campingplatz zurückgekehrt und haben unseren ZWEITEN Film fertiggeschnitten und gebrannt.

Gemüse auf dem Bauernmarkt It's hot, baby!

Mo, 30.8.

Heute sind wir nach Birmingham, Alabama gefahren. Wir haben noch einen kleinen Umweg über die Jack Daniels Distillery gemacht, wo kostenlose Touren angeboten werden (als Schwabe kann man sich das ja nicht entgehen lassen). Die Tour war auch so toll. Wir durften alle alten Gebäude sehen, in denen damals wie heute dieser unvergleichliche Whiskey produziert wird. Es war sehr faszinierend zu sehen, mit welch alter Technik auch heute noch hier gearbeitet wird. Besonders beim Single Barrel Whiskey wird noch alles mit Hand gemacht. Am Ende der Tour gab's dann natürlich noch eine Verkostung...................... von Limonade. Da der County rund um die "Distillery" ein sogenannter "Dry County" ist, darf hier kein Alkohol verkauft oder ausgeschenkt werden. Wie wir finden, etwas lächerlich, aber eben "THE LAW". Aber dafür war's all you can drink lemonade (und Chandra mag ja eh keinen Whiskey Lächeln)

Felix neben Mr. Jack So wird auch heute noch abgefüllt

In Birmingham angekommen waren wir ziemlich erstaunt wie "kühl" es hier ist. "Nur" 25°C!! Hier hat es wohl das ganze Wochenende geregnet und dann dementsprechend abgekühlt. Auch hier ist nicht mehr Hochsommer. ZUM GLÜCK!!

Di, 31.8.

Heute sind wir zum Civil Rights Institute in Birmingham gefahren. Dieses ist ein sehr gutes Museum zum Gleichberechtigungskampf der Schwarzen in den USA. In einer sehr interessant gestalteten Multimedia- Ausstellung wird einem die Geschichte der African Americans v.a. im Süden nahegebracht. Der Schwerpunkt liegt natürlich in den 50ern und 60ern, da hier die Haupterfolge der Bewegung erbracht wurden. Die Initialzündung dieser Bewegung war Rosa Parks Weigerung ihren Sitz einem Weißen zu überlassen, wie es zur Zeit der Segregation überlich war. Ein weiterer wichtiger Führer war natürlich Dr. Martin Luther King jr. Er predigte für einen gewaltfreien Protest, ganz nach christlichen Vorstellungen und den Prinzipien Gandhis. Gegenüber des Museums steht die Kirche (16th Street Baptist Church), die Ziel eines Anschlags des Ku Klux Klans war. Wir haben heute also wieder viel über amerikanische (gar nicht so weit zurück liegende) Geschichte gelernt. 

  16th Street Baptist ChurchMartin Luther King Statue

Wir werden die nächste Zeit wohl keine Zeit fürs Blogschreiben haben, da wir Freunde (Hannes und Xandy) in Atlanta besuchen und dort natürlich viel zu erzählen haben. Mit den beiden gehen wir dann nZunge ausstreckenoch nach Savannah und Charleston, sodass der Blog wohl erst am 6.9. wieder aktualisiert wird.

Mi, 1.9.

Heute sind wir nach Atlanta, Georgia gefahren. Da die Fahrt sehr kurz war, konnten wir zum Mittagessen noch Lorenz Meyer und seine amerikanische Freundin Julia im Hard Rock Café treffen. Gegen Abend sind wir dann zu Hannes und Xandy (seine Freundin) gefahren. Da wir die beiden schon sehr lange nicht mehr gesehen hatten, bestand der Abend aus lebendigen Gesprächen über die letzten Monate. Xandy und Hannes zeigten uns natürlich noch die Uni, an der sie jetzt bis Mai studieren. Ein wirklich toller, natürlich von Coca-Cola gesponserter Campus!! Am späten Abend haben wir den beiden dann noch unseren ersten Film, NYC, gezeigt.

Chandra auf dem Emory Campus

Do, 2.9.

Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir zur World of Coca Cola nach Downtown gegangen. Dieses Museum ist eine einzigartige Werbung für die Marke. Dass man Eintritt bezahlen muss, ist schon fast nicht fair. Hannes durfte fast nicht rein, da er ein 7Up T-Shirt (gehört ja zu Pepsi) trug, welches er dann nach links drehen musste. Das Museum gab EInblick in die Firmengeschichte, hunderte Werbeplakate und -filme aus aller Herren Länder.... und am Schluss kam das Highlight: all-you-can-drink Coca Cola Produkte aus der ganzen Welt. Von den meisten Sachen hat man noch nie was gehört. Zu jedem Kontinent gab es eine Säule mit 8 verschiedenen Getränken, die mehr oder weniger widerlich schmeckten. Es ist immer wieder interessant zu sehen (Schmecken) wie sehr der Geschmack durch Gewohnheit geprägt ist. Abends haben wir den beiden dann unseren zweiten Film gezeigt.

Felix und Chandra vor The World of Coca Cola Felix in der World of Happiness Cola Automat aus den 60ern

Fr, 3.9.

Früh morgens haben die Jungs erst mal einen Wagen bei der Autovermietung am Flughafen abgeholt, damit Hannes und Xandy uns nach Savannah begleiten können. Danach sind wir zusammen zu Costco gefahren, um den beiden das mal zu zeigen. Wir haben uns alle wieder mit richtig viel Essen eingedeckt. Nachmittags haben wir uns dann endlich auf den Weg an die Atlantikküste gemacht. Da es das letzte Ferienwochenende und dazu noch Labor-Day-Weekend war, waren die Straßen leider etwas überfüllt, aber wir kamen dennoch rechtzeitig am Campingplatz an. Zum ersten Mal hatten wir eine Kabin an einem KOA-Campground. Dies ist eine kleine "Alpenstil" Holzhütte, in der Betten für 4 Leute zu finden sind. Außerdem ein kleiner Fernseher (wer braucht denn so was?) und natürlich die amerikatypische Front Porch mit Hollywood Schaukel. Es war genau das Richtige für die paar Tage und mit $60 wesentlich billiger als im Hotel (hier hätte es für alle 4 mindestens $150 gekostet, ohne die Möglichkeit direkt vor der Haustür auf einer Picknickbank mitten im Wald zu kochen und ein Lagerfeuer zu machen).

Sa, 4.9.

Heute haben wir uns gemeinsam Savannah angeschaut. Dieses kleine Städtchen strahlt nur so vor Charme. Es präsentiert die Südstaaten von ihrer besten Seite. Kleine Straßen mit vielen Parks voller moosbehangenen Eichen, wunderschöne Herrenhäuser aus dem 18./19. Jh und ein schöner Flair. Wir haben die Stadt sehr genossen und hatten zudem bei einem Kaffee viel Zeit zum Plaudern und Erzählen. Nachmittags sind wir dann noch zu Tybee Island an die Atlantikküste gefahren und haben dort eine Weile den Strand genossen.

 Nettes Häuschen in Savannah Xandy und Hannes unter moosbehangenen Bäumen Felix und Chandra im Park Felix und Chandra auf Tybee Island

So, 5.9.

Da die beiden ja nicht so wie wir einfach nur durch die USA fahren, weil's grad Spaß macht, sondern ein (typisch für die USA) straffes Programm an der Uni haben, blieben wir heute am Campingplatz, sodass die beiden lesen konnten. Wir haben uns mal wieder unseren Filmen gewidmet. Abends haben wir dann noch lecker gekocht und den Abend bei einem gemütlichen Lagerfeuer ausklingen lassen (es gab Marshmellows, Stockbrot und Spaten (!!!) Bier für die Jungs).

 Campfire

Mo, 6.9.

Wir begonnen den Tag mit einem amerikanischen Frühstück bei Dennys. Hier kann man sich für $4 satt "fressen". Danach mussten wir uns leider von Hannes und Xandy verabschieden, die wieder nach Atlanta zurückfuhren. Wir hatten definitiv viel Spaß mit den beiden. Wir zwei fuhren dann nach Charleston weiter. Diese Südstaatenschönheit übertrifft Savannah noch ein wenig. Die Herrenhäuser sind noch ein wenig vornehmer, die Straßen noch ein wenig schöner (gepflastert), sie liegt direkt am Meer und hat noch ein wenig mehr "History" auf dem Rücken. Leider mussten wir relativ bald weiter fahren, da wir heute Abend noch in North Carolina an den Great Smokey Mountains sein wollten.

Xandy und Hannes auf der Front Porch Swing Frühstück bei Dennys Herrenhaus in Charleston Hier florierte einst der SklavenmarktTypisches Südstaatengebäude

Di, 7.9.

Heute waren wir im Great Smokey Mountains National Park unterwegs. Dieser ist Teil des ältesten Gebirges der Welt, den Appalachen. Man fährt hier auf sich windenden Straßen bis auf 2000m und hat von dort einen wunderschönen Ausblick auf die in blauem Dunst versunkenen Berge (der Dunst ensteht durch hohe Luftfeuchtigkeit und darin gelöste Naturöle). Wir haben dort natürlich die schöne Bergluft genossen, vor allem aber ihre wundervolle KÜHLE. Endlich wieder mit langen Hosen herumlaufen! Insgesamt erinnert der Park sehr an eine Laubbaumversion des Schwarzwaldes, ist aber DER meist besuchte NAtional Park in den USA mit 10 Mio Besuchern pro Jahr. Dadurch ist die Umgebung des Parks leider schrecklich kommerzialisiert. Wir waren schlichtweg schockiert wie man eine Ausfahrt aus einem National Park mit soooooooo viel Müll zupflastern kann. Wir fühlten uns ein wenig an Hollywood oder Las Vegas erinnert. Abends haben wir mal wieder eine Kamping Kitchen (schreibt sich bei KOAs so) zur Verfügung gehabt, die außerdem noch einen Kräutergarten bot.

Blick von den Great Smokey Mountains  Schön!

Mi, 8.9.

Heute sind wir nach Louisville Kentucky gefahren, wo Pferderennen an der Tagesordung sind. Aus den Regen verhangenen Smokeys zurück in die Hitze des Flachlands. 

Do, 9.9.

Heute sind wir den Tag ein wenig langsamer angegangen. Da es mittlerweile nicht mehr schon um 7 Uhr hell ist, sind wir "erst" gegen 8 aufgestanden. Nach dem Frühstück haben wir uns wieder mit Essen bei Walmart eingedeckt und sind in die Innenstadt von Louisville gefahren, eigentlich nur, um einen Hard Rock Café Pin zu holen. Dann haben wir uns auf den Weg nach Lexington gemacht. Diese Stadt lebt wohl von der Pferdezucht. Wir sind zum Kentucky Horse Park gegangen und haben uns dort ein wenig umgeschaut. Am "beeindruckendsten" sind die Pferdestatuen und -denkmäler, die all den Gewinnerpferden der Derbys und Meisterschaften hier gewidmet sind. Unser Mittagessen haben wir als Picknick mit Blick auf eine Pferdekoppel eingenommen, wo wir stundenlang den Pferden beim Grasen und Rennen zugesehen haben. Gegen Abend sind wir wieder zum Campingplatz gefahren und machen uns jetzt an unseren dritten Film.

26Juli
2010

The Southwest

So, 25.7.

Heute sind wir nach Phoenix gefahren. Wir haben nun genau die Hälfte unserer Reise hinter uns und dementsprechend auch noch vor uns. Auch auf der Landkarte haben wir theoretisch die Hälfte gemeistert. Schließlich haben wir unserem Auto ja auch schon 11 000 Meilen (also fast 18 000 km) zugemutet. Heute wurden wir gleich mal mit der unglaublichen Hitze des Südwestens konfrontiert. Wir hatten sage und schreibe 49°C im Auto. Zum Glück ist es so trocken, dass es sich wie in der Sauna anfühlt. Unser Auto mag das aber trotzdem nicht, so mussten wir mal wieder eine Stunde Zwangspause im klimatisierten McDonald's machen, naja auch nicht so schlimm. Eine riesige Cola kostet ja auch nur $1!! Als wir dann in Phoenix ankamen hat es "geregnet"!! Klar, wenn wir in der Wüste sind, gibt es Niederschlag ;-)

Achtung, Klapperschlangen!

Mo, 26.7.

Wir haben in der Nacht so schlecht geschlafen (es hat gestern Abend gewittert, sodass zu der Hitze auch noch Feuchtigkeit dazukam), dass wir beschlossen heute mehr oder weniger auszuruhen und uns nicht eine weitere amerikanische Großstadt anzuschauen.Wir haben unsere Essensvorräte mal wieder etwas aufgestockt und versucht mal wieder mit allem "Internetzeug" hinterherzukommen.

 Felix vor Saguaro-Kaktus am Campingplatz

Di, 27.7.

Heute sind wir nach Flagstaff gefahren. Morgens haben wir uns noch eine Geisterstadt in der Nähe von Phoenix angeschaut. Da so früh morgens noch keine Touris da waren, war sie fast authentisch. Auf dem Weg nach Flagstaff haben wir auch noch in Sedona und im REd Rock County vorbeigeschaut. Sedona ist eine schöne Resortstadt im Tal riesiger, sehr beeindruckender, roter Felsen. Dort haben wir uns in einem mexikanischen Restaurant äußerlich (dank Klimaanlage) etwas abgekühlt, dafür aber innerlich ganz schön Feuer gemacht. Genossen haben wir unsere Burritos und Tortillas allemal. Die weitere Fahrt nach Flagstaff gestaltete sich ebenso schön, da wir durch ein Tal fuhren, in dem es gerade geregnet hatte, sodass es dort schön kühl (25°C) war. Auch hier in Flagstaff ist es endlich nicht mehr so heiß, schließlich sind wir auch auf 2000m.

Ghosttown Atmosphäre Ghost Town Der Saloon Red Rock County Rote Türme Sedona

 

Mi, 28.7.

Heute waren rund rum Flagstaff unterwegs. Morgens haben wir uns das Walnut Canyon National Monument angeschaut. Dies ist ein Canyon in dem Indianerstämme Anfang des letztes Jahrtausends am Hang unter überhängenden Felsen Unterschlupf gefunden haben. Man kann auf einer Gesteinsstufe am Canyon entlang laufen und sich die kleinen Häuschen anschauen. Danach sind wir zum Meteoritenkrater gefahren. Leider ist dieser kein National Park, sodass sie dort pro Person $15 verlangen können, um einmal kurz in ein Loch zu schauen... und natürlich hat es wieder mal nur einen Rentnerpreis und die Studenten müssen den vollen Preis bezahlen (ach ja, wir hatten ganz vergessen, dass junge Leute hier nicht reisen!). Das war uns also zu blöd. Wir sind dann zum Sunset Volcano National Monument gefahren. Dieser Vulkan brach vor 1000 Jahren aus und hinterließ viele schöne Lavaströme und Ascheberge. Im selben Park integriert ist das Wapatki National Monument. Hier kann man alte Indianer-Pueblos besichtigen und mehr über deren ausgeklügeltes Wohn-und Arbeitsumfeld erfahren.

Felix in einer der Cliff Dwellings  Chandra in einer der Felsenwohnungen Ancient Pueblo

Do, 29.7.

Heute sind wir nach Las Vegas gefahren. Trotz aller Warnungen hat uns die Hitze mal wieder erschlagen. In einem Auto ohne Klimaanlage und dann natürlich auf einem Zeltplatz, aber wir lernen langsam wie man mit Hitze umgeht. Nass ist immer gut!! Die Autobahn von Flagstaff nach Vegas führte uns noch am Hoover Dam vorbei. Der Stausee dahinter versorgt ganz Las Vegas mit Strom und Wasser. Also ein perfekter Ort für einen Anschlag. Das wissen die hier auch und so ist der Damm eine einzige Hochsicherheitszone. Man darf mit dem Auto drüber fahren und ihn auch besichtigen, muss dafür aber eine ewige Sicherheitsinspektion über sich ergehen lassen. Außerdem fliegen 4 Helis in einem großen Kreis Patrouille und natürlich ist alles voll „Cops“ (die mögen wir ja ganz besonders). Wir haben einen guten Campingplatz (mal wieder KOA) direkt am „Strip“ gefunden, er gehört zum Circus Circus Hotel  und so können wir dort auch alle Einrichtungen nutzen, inklusive Indoor-Themepark. Abends sind durch das Circus Circus Hotel (also eine halbe Stunde durch Shopping Malls und Casino) gelaufen, um dann über „The Strip“ zum Stratosphere Tower zu gelangen. Der Blick von dort oben ist bei Nacht gigantisch. Besonders beeindruckend ist, dass die Stadt wie vor einem Abgrund aufhört und man sieht kein einziges Licht mehr in der Ferne. Oben auf dem Turm kann man sich noch auf einen Freefall-Tower und andere Adrenalin ausstoßende „Rides“ begeben. Die Höhe hat mir persönlich für den Kick schon gereicht.

 Das Hotel neben dem Campingplatz Der Blick vom Stratosphere Tower

Fr, 30.7. Las Vegas

Nun was soll man sagen. It’s  Vegas, baby! Wir haben uns heute Las Vegas angeschaut, bzw. eigentlich nur „The Strip“, an dem alle Casinos liegen.  Wir waren den gesamten Tag unterwegs. 3,6km in eine Richtung bei 45°C. Wenigstens  kann man zwischendrin in jedes Hotel-Casino hineingehen und ein wenig abkühlen und staunen.  Hier eine Auswahl der Luxus-Casinos: fangen wir mit dem teuersten (1,3 Milliarden $), dem Wynn an. Es ist riesig, hat fast 5000Zimmer und ist mega-elegant. The Ventian - ein kleines Venedig, mit Canale Grande, Gondoliere, St.Marco und "italienischem" Eis. Dazu gibt's noch alle 30min eine "echte" venezianische Straßenshow. Paris - wie der Name schon verrät, hier wird Paris nachgemacht, Eiffel Turm, Champs Elyssée, Arc de Triomphe und einem Montgolfière (Heißluftballon). Mandalay Bay - ein tropisches Paradies. Luxor - eine riesige Pyramide, eine Sphinx, ein Obelisk und endlose ägyptische Statuen im Casino. New York New York - was wohl? Statue of Liberty, Empire State Building, Broadway, Manhattan Express Rollercoaster, Chrysler Building. Bellagio - ein sehr italienisch geprägtes Casino, mein Liebstes. Davor liegt ein riesiger, künstlicher (Was sonst?) See, aus dem jede Stunde eine Wassershow schießt. Überall in der Empfangshalle hängen Muranoglas-Figuren, es gibt einen botanischen Garten mit vielen Blumenfiguren, alles ist super elegant. Caesar's Palace - ein römisch geprägtes Hotel. The Mirage - hier kann man ab Abenddämmerung einen riesigen Vulkan spucken sehen. Treasure Island - alles nach dem Film gebaut mit gigantischer Pyrotechnik Show der Sirenen. Es gibt noch viele mehr, aber prinzipiell sind sie alle ähnlich: im Keller Casino, im ersten Stock Shops und Co. der Rest Hotel und davor, Richtung Strip irgendwelche coolen Shows. Definitiv erwähnswert ist auch der Foodcourt im Riviera. Hier gibt es einen unscheinbaren Imbiss namens India Masala. Wir haben dort zu Mittag und Abend gegessen, das Essen ist einfach genial. Das erste indische Restaurant, in dem ich auch mal SÜDindisches Essen bekommen habe: Dosas, Idlis, Samosas und sonstige leckeren Sachen. Ich hab mich vollgestopft damit ;-)

Das 1,3 Milliarden Casino Hier wird gewettet!! Benvenuto a Venezia! Welcome to New York, New York! ...und nun in Ägypten... Wassershow vor dem Bellagio Bienvenue à Paris! Südindisches Essen

Sa, 31.7. Death Valley

Ja, das Death Valley haben wir uns auch angetan ... und das OHNE Klimaanlage im Auto. Nicht sehr empfehlenswert. Die Hitze ist wirklich tödlich und wir haben uns noch nie bei 40°C in Las Vegas so wohl gefühlt. Es ist eben alles relativ! Außer der Hitze ist Death Valley wirklich sehr beeindruckend. Der tiefste Punkt der westlichen Hemisphäre - Badwater - ist eine einzige Salzkruste und leuchtet schneeweiß mitten im Tal. Auch die Felsen und Berge drum herum sind wunderschön. Unser Auto ist auch nur einmal überhitzt - ohne Klimaanlage haben wir also 20 min Pause gemacht und dann ging's weiter. Schließlich waren wir doch froh wieder in Vegas angekommen zu sein, wie gesagt, bei 40°C. Heute Abend gehen wir dann wieder zum Inder!

Death Valley

 So, 1.8.

Heute sind wir wieder der Hitze entflohen und nach Utah gefahren.  Endlich mal wieder mit Schlafsack schlafen und sich bei 7°C nachts echt wohl fühlen. Auf dem Weg hierher sind wir kurz durch den Zion National Park gefahren. Dorthin gehen wir übermorgen, aber das was wir heute gesehen haben, war schon wirklich schön.

Mo, 2.8.

Heute haben wir den Bryce Canyon National Park besucht. Dies ist ein Plateau, in das unendlich viele Zinnen, Türmchen und sonstige Formationen hinein korrodiert wurden. Die Landschaft ist irgendwie wie auf einer anderen Welt und man kann an den Formationen  sehr schön die Erdschichten erkennen. Man fährt am Rande des Canyon entlang und kann an etlichen Punkten hinunterblicken. Den Rest muss man auf Bildern sehen…

Im Bryce Canyon National Park Das Amphitheater im Bryce Canyon

Gegen Abend hat es hier immer Gewitter hier. Doch wir erlebten etwas ganz besonderer Art. An einem Felsvorsprung, der als perfekter Aussichtspunkt diente, war die elektrische Spannung in der Luft wohl so hoch, dass allen die Haare abstanden, wie wenn sie in eine Steckdose gefasst hätten. Beim Anblick dessen haben wir natürlich das Weite gesucht, schließlich hatten wir keine Lust vom Blitz erschlagen zu werden, der auch kurz danach unweit dieses Ortes einschlug.

 

Di, 3.8.

Heute waren wir im Zion National Park. Dies ist ein langer Canyon, der - ganz typisch für Utah - von Mormonen entdeckt wurde. Deswegen der Name - Zion ist im Neuen Testament der Ort der Offenbarung Gottes. Auch alle Sehenswürdigkeiten haben hier biblische Namen: so heißen die Bergspitzen des Court of the Patriachs Abraham, Isaac und Jacob. Ein weiterer Berg ist Angel's Landing (also noch ein Ort der Offenbarung). Im Canyon, durch den sich ein schmaler Fluss zieht, schaut man an riesigen Felswänden empor, die alle aus Navajo Sandstein bestehen. Das besondere an diesem Park ist aber, dass man ausnahmsweise NICHT mit dem eigenen Auto reinfahren kann. Es gibt einen Propan betriebenen Shuttle Bus, der einen alle 6 Minuten von einer Station zur anderen fährt. Ein Zeichen dafür, dass die Amis langsam auch mal an den Umweltschutz denken. 

Abraham, Issac und Jacob Checkerboard (Schachbrett) Mesa

Abends haben wir auf dem Campingplatz noch ein paar junge Niederländer getroffen. Es ist immer wieder erstaunlich wie ähnlich sich Europäer im Denken und Tun sind, obwohl sie verschiedene Sprachen sprechen und andere Kulturen pflegen. Europa ist unserer Meinung anch jedenfalls wesentlich mehr "united" als die UNITED States of America. Ob es nur an den Entfernungen liegt?

Mi, 4.8.

Heute sind erst mal zum North Rim des Grand Canyon gefahren. Es ist schon beeindruckend, dass 90% (offizielle Zahl) aller Touristen nur zum South Rim gehen, obwohl man im Norden viel mehr sieht (ich war 2002 am South Rim, deswegen habe ich den Vergleich). Nun, der Grand Canyon ist überwältigend und an der weniger besuchten Seite wirklich friedlich. Der Blick ist definitiv unübertrefflich. Es ist schon erstaunlich, dass es ein einziger Fluss schafft sich 1800m tief zu graben. Wie aus dem Lehrbuch sind natürlich auch die Schichten, die ihr sehr exponiert liegen. Man kann in 5 Minuten mal kurz die Erdgeschichte der letzten 200 Mio Jahre sehen. 

Der Grand Canyon Chandra vor dem Grand Canyon Ausblick vom North Rim

Danach sind wir nach Page zu unserem Campingplatz weitergefahren. Morgen werden wir dann die Gegend hier erkunden.

Do, 5.8. Page und Umgebung

Eigentlich wollten wir heute zuerst zum Lower Antilope Canyon gehen, aber der hatte wegen einer "Flash Flood" (Wasser- und Schlammflut aus den Bergen) geschlossen. Wir sind dann also als erstes zum Horseshoe Bend gefahren, einer hufeisenähnlichen Biegung des Colorado River, der auch durch den Grand Canyon fließt. Man wandert bis zu einem extrem steilen Felsenvorsprung, der gute 300m nach unten abfällt. Danach sind wir über den Staudamm zum Lake Powell gefahren, ein sehr surrealistischer See mitten in der Wüste. Nachmittags hatte dann zum Glück der Lower Antilope Canyon wieder offen. Dies ist ein sogenannter Slot Canyon. Man sieht an der Erdoberfläche praktisch nichts, steht aber nach einigen Stufen in einem atemberaubenden Raum, der herrlich lichtdurchflutet ist. Man wird dann durch teilweise wirklich enge Stellen immer weiter in den Canyon geführt, wobei man an jeder Ecke aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. Auch wenn dies eine etwas teuere Sehenswürdigkeit ist, man kann sich hier einfach nicht sattsehen und -fotografieren, sodass es sich mehr als nur gelohnt hat hier rein zu gehen.

Der Horseshoe Bend Baden am Lake Powell Felix und Chandra im Lower Antilope Canyon Lichtspiele im Lower Antilope Canyon

 

Fr, 6.8.

Heute sind wir nach Moab gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir uns noch das Monument Valley angeschaut. Moab ist ein kleines Städtchen am Rande des Arches National Park.

Felix und Chandra vor dem Monument Valley 

Sa, 7.8.

Heute haben wir uns den Arches National Park angeschaut. Dies ist eine rote Felsenlandschaft, in der man hin und wieder natürliche Bögen im Stein findet. Es ist hier in der Gegend einfach immer faszieniernd, wozu die Natur fähig ist und was für Kräfte sie entwickeln kann. Leider hatten wir ausnahmsweise keine Sonne, was natürlich die Hitze reduzierte, aber unsere Fotos sind leider nicht so toll geworden.

Felix vor einem Felsbogen

So, 8.8.

Heute sind wir über die Rocky Mountains nach Denver gefahren. Wir hatten das erste mal seit der Ostküste Stau. Die Amerikaner haben janur 2 Wochen Urlaub im Jahr, sodass sie jedes Wochenende im Sommer nutzen und mit Kind und Kegel (was hier Motorboote, Angelruten etc. sind) in eine Recreation Area fahren. So war die Abfahrt aus den Rockies eine 2-stündige "Stehtour". Abends haben wir dann wieder erlebt, was es heißt in der amerikanischen Prärie zu sein: GEWITTER.

Mo, 9.8.

Heute waren wir in Denver unterwegs. Wir sind die Mall hoch und runter gelaufen und haben uns noch das State Capitol angeschaut. Kurz: Hier gibt es nicht sehr viel zu sehen. Lustig fanden wir, dass überall in der Fußgängerzone alte Klaviere rumstanden, auf denen man einfach so spielen konnte. Habe ich (und viele andere) auch gemacht. Ansonsten waren wir mal wieder bei Walmart und haben uns mit Essen und Trinken eingedeckt. Heute Abend gab's wieder ein typisches Gewitter, doch dieses mal wurden wir mit einem wunderschönen Regenbogen belohnt.

Klavier auf der Mall Ein wunderschöner Regenbogen

Di, 10.8.

Heute sind wir nach Santa Fe, New Mexico gefahren. Für uns war es irgendwie wieder eine anstrengende Fahrt, da wir mit unserem Auto leider nicht schneller als 65 mph fahren können, sonst überhitzt die Schaltflüssigkeit (der Automechaniker, der dieses Auto vor unserer Reise "behandelt" hat, hatte von Autos leider keine Ahnung und hat nach dem Motto "Viel hilft viel" mal in jede Öffnung ein bisschen zu viel Flüssigkeit hineingeleert). 

Mi, 11.8.

Heute haben wir uns Santa Fe angeschaut. Diese Stadt ist ein absolutes Künstlerparadies. Es gibt unendlich viele Galerien und Museen, die Stadt ist klein und vor allem LIBERAL. Der vorherrschende Baustil ist Adobe, kolonialspanisch eben. Dies gibt der Stadt einen ganz besonderen Flair. Die Straßen sind eng, ganz unamerikanisch, sodass es überall Schatten gibt und immer eine Brise durch die Gassen weht. Aber nicht nur die Architektur lässt erahnen, wer hier früher geherrscht hat, auch die Kultur könnte nicht spanischer sein. Überall stehen, für amerikanische Verhältnisse, wirklich alte katholische Kirchen, die Plaza in der Stadtmitte ist zu jeder Tages-und Nachtzeit mit lebensfrohen Menschen gefüllt und die Hauptsprache ist Spanisch. Schließlich hat Santa Fe einen Hispanics-Anteil von 54%. Stellvertretend für die Kunstszene dort waren wir im Georgia O'Keeffe Museum. Diese amerikanische Künstlerin ist nach dem Tod iheres Ehemannes - Alfred Stieglitz - nach New Mexico gezogen und hat sich von der Natur hier in ihren Werken sehr beeinflussen lassen. Lustigerweise, sahen wir wohl wieder wie arme Studenten aus - wir überlegten kurz, ob es uns $8 wert war hineinzugehen - denn der Security-Typ hat uns einfach so Eintrittskarten gegeben und meinte nur so: "Be my guest!" Nun, gerne. So konnten wir die Sammlung dieser zum Teil sehr abstrakten, aber wirklich faszinierenden Werke noch viel mehr genießen. Gegen Nachmittag waren wir dann wieder auf dem Campingplatz und hatten Zeit unseren New York Film (fast) fertig zu machen. Er ist wirklich klasse geworden, glauben wir zumindest. Aber ihr werdet ja dann sehen können...

 Chandra am State Capitol Typisches Haus in Santa Fe

Do, 12.8.

Heute sind wir nach Albuquerque gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir uns noch ein paar Indianer- Pueblos angeschaut.  Nun sind wir wieder auf dem Campingplatz und arbeiten weiter an unserem Film..... Jetzt ist der New York Film fertig!!! Jippie!

Fr, 13.8.

Heute waren wir in Albuquerque unterwegs. Zuerst haben wir uns ein wenig die Altstadt angeschaut, die ganz wie Santa Fe im Adobe-Baustil erscheint. Danach haben wir uns das Rattlesnake Museum angeschaut. Dies ist die größte Sammlung lebendiger Klapperschlangen. Es ist schon irgendwie beängstigend dort drin, aber man erhält danach auch ein "Certificate of Bravery" Winken Sehr interessant war, dass sie einen Professor der University of Phoenix eingeladen hatten, um über die Behandlung von Schlangenbissen zu sprechen. Nun, jetzt wissen wir definitiv Bescheid, was zu tun ist. Außerdem haben wir erfahren, dass mehr als 50% der Opfer betrunkene Männer sind, da bin ich (Chandra) ja weit davon entfernt *freu* Dann sind wir zum Indian Pueblo Cultural Center gegangen. Dort kann man alles über die Kultur der Pueblo-Indianer erfahren, die hier schon 10 000 Jahre hausen. Am Nachmittag war sogar eine Tanzvorstellung geplant, welche die Navajo-Indianer (keine Pueblo-Indianer) ausführten. Es war wirklich interessant dies mal live zu sehen und nicht immer nur in Western-Filmen. Gegen Abend sind wir dann noch zum Petroglyphs National Monument gefahren. Hier kann man an einem Wanderweg entlang mehrere Felsenmalereien der hiesigen Indianer sehen, die wohl schon mehrere tausend Jahre alt sind.

 San Felipe de Nero Klapperschlange indianische Petroglyphen in vulkanischem Gestein  

(ich musste das Indianertanzbild wieder raus machen, da ich ganz vergessen hatte, dass die Natives es nicht so mögen, wenn ihre Bilder im Internet erscheinen, aber zu Hause könnt ihr sie dann alle betrachten)

Sa, 14.8.

Heute sind wir nach Carlsbad im Süden New Mexicos gefahren. Auf dem Weg dorthin sind wir in die Nähe der mexikanischen Grenze gefahren. Obwohl man nicht ÜBER die Grenze fährt, muss man doch hin und wieder an einer Check-Station anhalten und seinen Pass zeigen. Stellt euch mal vor, man müsste an der Grenze von Baden-Württemberg nach Bayern seinen Pass zeigen. Irgendwann ist auch mal genug mit diesem Polizeistaat hier!! Wir hielten auf halber Strecke beim White Sands National Park an. Hier kann unendliche weiße Dünen aus Gipssand bewundern. Diese Dünen reflektieren das Licht so stark, dass man nachts ohne Probleme nur vom Sternenlicht lesen kann. Außerdem ist es natürlich extrem heiß in einer solchen Sandwüste. Danach sind wir nur 20 min nach Norden auf einen Gebirgszug zugefahren, vor dem sich ein Gewitter aufstaute. Mit einem Schlag sank der Luftdruck. Plötzlich hatte ich Kopfweh, wie wenn mir jemand mit einem Baseballschäger eine übergezogen hätte. Auch unsere Ohren "platzten". Wir hatten uns dann relativ schnell an den neuen Druck gewöhnt, aber es ist immer wieder erstaunlich, was für Extreme hier herrschen. Davon auch nicht genug: wir fuhren dann in die Berge hinein und fühltenuns wie im Paradies: Regen, Nebel, nur 15°C, Schatten und alles war wundervoll GRÜN!!! Kaum zu glauben, dass man das toll finden kann? Nun ja, nach 3 Monaten Sonne und Hitze, kann ich dafür garantieren! Leider hielt dieses Paradies nicht an und nach einer Stunde befanden wir uns wieder in einer Steppenlandschaft, wo wir auch unseren Campingplatz erreichten.

Felix und Chandra im weißen Sand

So, 15.8.

Heute Morgen gönnten wir uns mal ein All-you-can-eat Pancake Frühstück. Es hatte sich relativ schnell erledigt mit dem All-you-can-eat, denn nach 2 Pancakes waren wir pappsatt. Gegen Mittag sind wir dann zu den Carlsbad Caverns gefahren. Diese sind wohl das größte Tropfsteinhöhlensystem der Welt. Über den Natural Entrance geht man ca. eine Stunde lang immer tiefer - fast 250 Meter - in die Höhle hinein. Unten angekommen erwartet einen der Big Room. Dieser ist so groß wie drei Turnhallen zusammen und strotzt nur so vor Kalksteinformationen. Die Stalaktiten und Stalagmiten sind aber etwas anders geformt als die der Schwäbischen Alb. Durch den großen Raum haben die Tropfen einen viel weiteren Weg, sodass sie eher selten am selben Punkt ankommen. Dadurch entstehen weniger die bei uns vorkommenden Zapfen, sondern mehr kleine, extrem runde Berge. In diesen Höhlen hausen auch mehr als 250 000 Fledermäuse, die jeden Abend bei Sonnenuntergang ihre Höhle verlassen, um auf Insektenjagd zu gehen. Dieses Spektakel haben wir auch abgewartet. Genau bei Sonnenuntergang kann man plötzlich ein lautes Schwirren hören. Die Fledermäuse kreisen jeweils ein paar mal vor der Höhle, um sich zu orientieren und fliegen dann in einem riesigen Schwarm gen Süden davon. 

Der Eingang der Höhlen Kalksteinformation Stalagmit Fledermäuse vor der Höhle

 

 

 

Mo, 16.8.

Da wir erst morgen wieder eine Autoversicherung haben (der Übergang der Laufzeiten scheint irgendwie ein Problem zu sein), verbringen wir den heutigen Tag am Campingplatz und schneiden unseren zweiten Film und ruhen einfach mal aus.

Di, 17.8.

Heute haben wir uns noch mal einen Tag zum Ausruhen und Film Schneiden genommen. Das Grobe unseres zweiten Films ist jetzt fertig. Jetzt kommt noch die Musik und die Specials.

Mi, 18.8.

Heute sind wir nach San Antonio, Texas, gefahren. Man fährt einfach 9h lang durch Steppenlandschaft und links und rechts der Straße sieht man eine Ölpumpe nach der nächsten. Hier kostet der Sprit dementsprechend auch nur $ 2.50 pro Gallone, umgerechnet ca.0,6 €. Ansonsten zeigt sich Texas bisher von der Klischeeseite: Cowboys, riesiger Staat, National- und vor allem Regionalstolz, sehr konservative Menschen und auf der Autobahn darf man 80 mph fahren (hier haben sich wohl die deutschen Einwanderer durchgesetzt). Momentan kämpfen wir mit extremer Schwüle, denn leider kommen zu den 40°C auch noch >80% Luftfeuchtigkeit hinzu. Wir werden uns wie immer dran gewöhnen.

Do, 19.8.

Heute haben wir uns San Antonio angeschaut. Ausnahmsweise war unser Campingplatz direkt an einer Bushaltestelle des ÖPNV, sodass wir einmal unser Auto stehen lassen konnten. Die Stadtmitte dieser 1,3 Mio Stadt ist winzig und somit gut zu Fuß zu managen. Zuerst haben wir uns "The Alamo" angeschaut, das Symbol des texanischen Freiheitskampfes. In dieser Missionsfestung kämpften die Texaner 1836 für ihre Unabhängkeit von Mexiko. Wir persönlich fanden es nicht so spannend aber mit dieser Aussage würde man den Nationalstolz der Texaner zutiefst verletzen. Sehr schön dagegen war der Riverwalk. Diese Flusspromenade ist wirklich schön gemacht: schattig, schöne Gestaltung, viele Cafés und Restaurants. Auch schön war die San Francesco Kathedrale und der kleine Platz davor, der viel Schatten und einen großen Springbrunnen beherbergt.  Mittags haben wir dann noch am Mercado vorbeigeschaut, wo in einer riesigen Halle unendlich viele mexikanische Souveniers angeboten wurde. Danach sind wir zum Campingplatz zurückgekehrt. Es ist einfach zu heiß und schwül, um sich lange in der Sonne aufzuhalten.

Beim Tanken waren wir auch noch. Sensationelle $ 2,43 pro Gallone!!! Hier der Beweis:

 The Alamo Der Riverwalk Nun, was soll man sagen?

Fr, 20.8.

Heute sind wir nach Dallas gefahren. Zur Zeit fahren wir immer ziemlich lange Strecken. Damit uns nicht zu langweilig wird haben wir beschlossen Max und Moritz auswendig zu lernen. Wir können's jetzt schon bis zum vierten Streich. Aber, keine Angst, für besonders deutsch hält uns hier niemand. Felix war erst kürzlich beim Friseur und die Friseurin konnte wohl nichts anderes als einen "Armyschnitt". Jedenfalls haben sie uns gestern am Campigplatz gefragt, ob wir von der Army sind. Wir hätten uns wegwerfen können vor Lachen... 

Sa, 21.8.

Heute haben wir uns Dallas angeschaut. Eigentlich waren wir hautpsächlich im JFK Museum "The Sixth Floor". Dort wird sehr detailiert und interessant das Leben und Sterben JFK's beschrieben. Wir wissen jetzt sicher schon viel mehr über diesen beeindruckenden Menschen und sind irgendwie auch der Meinung, dass etwas bei seinem Tod nicht stimmt.  Abends sind wir dann noch zu einem echten Texas Rodeo gegangen. Es war so authentisch, wir mussten uns wirklich zusammenreißen, aber mit meinem Cowgirl Hut bin ich gar nicht aufgefallen. Nur leider konnten wir beim anfänglichen Gebet nicht ganz mithalten, dafür lief die Nationalhymne umso flüssiger. Das Rodeo an sich war für uns natürlich auch interessant, haben wir so etwas davor auch noch nie gesehen. Da dies eine Championship-Veranstaltung war, gab es verschiedene Disziplinen: Bare-Back-Riding, Team Roping, Bronc Saddle Riding, Steer Wrestling, Tie Down Roping, Barrel Racing und natürlich auch Bull Riding. Wir hatten definitiv unseren Spaß!

Vom 6. Stock aus wurde JFK erschossen. Chandra beim Rodeo

So, 22.8.

Heute sind wir nach Houston gefahren. Wir können uns es immer nicht vorstellen, aber es wid tatsächlich immer heißer und schwüler. Ich dachte immer mehr als 100% Luftfeuchtigkeit geht gar nicht. Um nicht komplett einzugehen haben wir uns jetzt mit unseren Laptops in den klimatisierten Wäscheraum  zurückgezogen, wo es definitv erträglich ist.

Mo, 23.8.

Heute waren wir in und um Houston unterwegs. Vormittags waren wir im Johnson Space Center der NASA. Man kann dort alle möglichen Filme zum Leben und Arbeiten im Weltall anschauen. Darüberhinaus gibt es dort Flugsimulatoren, mit denen man selbst ein Spaceshuttle landen kann. Nachmittags sind wir an die Küste gefahren. Eigentlich "wollten" wir dort Reste des "Oil-Spills" sehen. Houston liegt aber in einer Bucht, sodass dieser Küstenstreifen davon verschont geblieben ist. Stattdessen fanden wir einen schönen Beach Park mit Strandpavillon, in dem man im Schatten die Meeresbrise genießen konnte. Gegen Abend sind wir dann noch kurz nach Downtown Houston gefahren. Nicht sehr beeindruckend. Eben so wie alle Downtowns in den USA (außer Manhattan natürlich).

 Felix hat sich jetzt bei der NASA angemeldet ;-)

15Juli
2010

An der Westküste nach Süden

Mo, 12.7.

Heute sind wir zum Crater Lake National Park gefahren. Dieser ist auf der Spitze eines ehemaligen Vulkans auf 2400m Höhe. Dort steuerten wir wieder mal einen National PArk Campground an. Von dieser Art Campingplatz sind wir mittlerweile weniger begeistert, denn sie widerspricht jeglicher Logik: 1. man darf natürlich nicht an den Wasserhähnen im Park Geschirr spülen (Essensreste können Bären anlocken), jedoch werden keine anderen Möglichkeiten zum Spülen angeboten. Auf Nachfrage meinte der verdutzte (niemand kocht hier nämlich) Manager nach langem Überlegen, dass wir doch im Park spülen sollten 2. das pure Naturerlebnis wird angepriesen (kein Strom, manchmal kein Wasser, viel zu wenig Toiletten für mehr als 600 Leute, Duschen sind nur mit dem Auto (!) erreichbar), aber dafür gibt es Papiersitze für die Toiletten, Papierhandtücher zum Händeabtrocken, jeder fährt seinen dicken Truck bis direkt vor's Zelt. Zum Essen werden einem etliche Restaurants in der Gegend angeboten. 3. man versucht auf seltsamer Weise die Leute zu Naturnähe zu erziehen, indem man das tägliche Leben so schwer wie möglich macht (wildcampen wäre um einiges angenehmer und einfacher) 4. Fazit: Kommerz schlägt Naturerlebnis (Feuerholz kostet $6, Duschen $1,50 und der Campingplatz ist für schlechten Service nicht billiger als sehr gut ausgestattete Alternativen. Vielleicht bezahlt man auch für den Kick nachts vor dem Zelt einem Bär zu begegnen?

Di, 13.7.

Heute sind wir die Loop Road im Crater Lake National Park gefahren. Dieser See ist wirklich atemberaubend schön, intensiv blau und sehr klar. Man fährt am Rand der Caldera entlang und hat so von allen Seiten tolle Ausblicke. Wir hatten ziemlich Glück, denn die Straße ist erst seit 2 Tagen offen. Da wir uns auf 2400m befanden, hatte es hier immer noch reichlich Schnee. Nachts hatte es dann auch gerade so 0°C, ganz schön kalt im Zelt, dafür aber einen herrlichen Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung durch naheliegende Städte.

2400m = Schnee im Juli Chandra vor dem Crater Lake Ein Vulkan im Vulkan Schneemassen Der Crater Lake von der anderen Seite

Mi, 14.7.

Heute sind wir durch den Redwood National Park nach Kalifornien gefahren. Kalifornien ist schon ein ganz spezieller Bundesstaat mit eigenen Regeln und einer GRENZE!! Soviel zum Thema VEREINIGTE Staaten. Aber dafür hat er viel zu bieten. Wir sind also die Coastal Route US 101 zum Redwood National PArk gefahren. Links und rechts der Straße ragen bis zu 100m hoch Riesenmammutbäume empor. Hin und wieder kann man anhalten, um auf Trampelpfaden den Wald zu erkunden. Einfach unglaublich wie riesig diese Bäume sind. Einer hatte einen Durchmesser von 12m!! Aber das ist nicht alles, was es in diesem National Park gibt: man hat hier auch herrliche Blicke auf den Pazifik und so haben wir von einem Viewpoint aus sogar Wale beim Plantschen beobachten können.

Riesenmammutbaum Redwood National Park Die Pazifikküste Felix und Chandra vor dem

Do, 15.7.

Heute sind wir in die Nähe von San Francisco gefahren. Morgens waren wir noch im Humboldt State Park auf der Avenue of the Giants, wo man nochmal viele Riesenmammutbäume sehen kann.

Felix im Humboldt State Park
 
 
Fr, 16.7.

Heute waren wir in San Francisco. Die Stadt liegt ja auf 40 Hügeln, was man beim Sightseeing in den Beinen spürt. Zuerst haben wir uns das Financial District angeschaut. Nichts besonders, aber mal wieder erfrischend nach dem Mittleren Westen. Dann sind in das Stadtviertel Haight Ashbury gefahren, wo die Hippie-Szene ihren Ursprung hatte und immer noch lebendig ist. Alles dort ist erwartungsgemäß sehr bunt, laut, an jeder Ecke hat es Szenebars und extrem viele Obdachlose. Wie immer an solchen Orten hatte es auch hier etliche CD-, Platten- und LP-Läden, die eine sehr gute Auswahl an Gebrauchtartikeln führen.  Nachmittags waren wir noch im Stadtzentrum, um die Cable-Cars zu sehen. Zufällig haben wir eine kleine Bäckerei gefunden, die ausnahmsweise richtig gutes Brot bäckt: Sourdough Bread - eine Spezialität hier. Schmeckt wie Baguette aus Sauerteig. Auf dem Rückweg zum Campingplatz haben wir die Golden Gate Bridge überquert, die im für San Francisco doch sehr typischen Nebel gar nicht so golden war, aber dennoch beeindruckend.

 

Sa, 17.7.

Heute waren wir wieder in San Francisco. Zuerst waren wir auf dem Wochenmarkt, der immer samstags im Ferry Building und davor direkt am Pier stattfindet. Dort haben wir uns mal wieder mit dem leckeren Sourdough Bread - diesmal eine Vollkornvariante - und frischem Ziegenkäse eingedeckt. Dann haben wir uns auf den Weg nach Chinatown gemacht. Dieser Teil ist sehr prägend, da die Chinesen schon Mitte des 19.Jh nach Kalifornien kamen, um dort beim Bau der Eisenbahn zu helfen. So hängen nicht nur ein paar chinesische Flaggen in den Straßen, es gibt dort Tempel, chinesische Banken und wie überall unendlich Souvenirshops und Imbissstände. Wir kämpften uns also durch die Massen und fanden eine kleine Snackbar, wo wir dann zu Mittag aßen. Nördlich von Chinatown regieren die Italiener, dort befindet sich auch die Lombard St, die berühmte mäandrierende Blumenstraße. Nachmittags haben wir uns wieder ans Wasser begeben, wo wir zunächst ein paar Seelöwen beim Sonnen zugesehen haben und dann nach Alcatraz, die Gefängnisinsel, mit dem Boot geschippert sind. Dort haben wir eine Audiotour gemacht, bei der wir das ganze Gefängnisinnere zu Gesicht bekommen haben. Schon sehr düster dort. Die größte Folter allerdings ist der Blick auf die San Francisco Skyline. Sie istsehr beeindruckend, zum Greifen nahe, aber leiderauf der anderen Seite der Mauern und Gitter. Zum Abschluss des Tages sind wir wieder über die Golden Gate Bridge gefahren, die mal wieder im Nebel fast verschwand.

Das Tor zu Chinatown Typisches Haus in San Francisco Alcatraz Zelle auf Alcatraz Eingesperrt! Blick nach San Francisco von Alcatraz

 
So, 18.7.

Heute sind wir zum Yosemite National Park gefahren. Beim Frühstück lernten wir noch einen netten Mann aus Colorado kennen, mit dem wir uns ein wenig unterhielten. Als er mit seiner Familie abreiste, sprang er noch kurz aus dem Auto und steckte uns zwei 50-Dollarscheine zu. Einfach so! Er meinte noch: "In Deutschland waren auch alle nett zu mir." Hääääääääääääääää? Aber danke, so könnte jeder Tag anfangen ;-)

Die Fahrt führte uns durch kalifornische Trockensteppe und die Temperatur im Auto erreichte mal wieder mehr als 120°F (Beweis siehe unten). Erst als es Nacht wurde, konnte man sich wieder bewegen.

=51°C  Steppenlandschaft


Mo, 19.7. Yosemite National Park

Heute waren wir also im Yosemite National Park unterwegs. Dies ist wirklich das Mekka aller Amerikaner. Dieser Park ist so vollgestopft mit Leuten und v.a. Autos, dass es sogar Staus gibt. Der National Park Service hat versucht dem mit Shuttles entgegen zu wirken, aber die fahren sehr unregelmäßig, dauern ewig und sind hoffnungslos überfüllt. Zu sehen gibt es vor allem Wasserfälle. Der höchste hat eine Höhe von 739m. Am Fuße der Wasserfälle kann man sich wunderbar abkühlen und stundenlang herumplantschen. Abends sind wir dann noch auf den Glacier Point gefahren, von dem in das gesamte Tal blicken kann.

Felix und Chandra vor dem Yosemite Tal Bridalveil Falls Upper und Lower Falls Wasserfall ganz nah Der Half Dome vom Glacier Point aus Felix klettert gern! Der Blick vom Glacier Point


Di, 20.7. Fahrt zum Sequoia und Kings Canyon National Park

Da die beiden Parks nicht sehr weit von Yosemite entfernt liegen, waren wir schon sehr früh am Campingplatz. Mal wieder einer unserer geliebten National Park Campgrounds. Dieses Mal wartete eine ganz besondere Überraschung für uns: die Bären hier können sogar in Autos einbrechen, sodass wir den fast gesamten Inhalt unseres Autos (Essen, Wasser, Töpfe, Spülmittel, Waschmittel, Duschzeug, Zahnpasta, Kosmetik etc.) in einer sog. Bearbox unterbringen mussten. Diese steht auf jedem Platz und ist für Bären unknackbar. Diese Vorschrift gibt es nicht umsonst, da abends wirklich Bären den Campingplatz unsicher gemacht und sich alles Essbare gekrallt haben.

Ein Bärenbaby

Mi, 21.7. Sequoia und Kings Canyon National Park

Zuerst haben wir uns dem Sequoia National Park gewidmet. Hier gibt es vor allem große Bäume, u.a. größten bzw. dicksten der Welt (der Durchmesser beträgt 12m!!!). Wir sind dort ein paar Kilometer Trails gelaufen und haben sogar einen kleinen Schwarzbär gesehen, der fleißig nach Essen suchte. Auf dem Weg zum Canyon mussten wir durch mehrere absichtlich gelegte Feuer fahren. Das Feuer ist notwendig, da die Sequoias Sonne brauchen und nur so ihre "Sprösslinge" wachsen können. Ihnen selbst macht das Feuer nichts. Ihre Rinde schützt sie davor und sie brauchen die Hitze sogar, sodass sich die Zapfen öffnen, um Samen freizugeben. Noch vor 50 Jahren wusste man dies alles nicht und so hat man immer versucht alle Waldbrände zu löschen. Nachmittags sind wir dann zum Kings Canyon gefahren, den wir aber leider nicht sehr beeindruckend fanden (wir sind aber auch schon vom Yellowstone NP etc. verwöhnt)

Der Sherman Tree Der Sherman Tree in voller Größe Der Senate auf dem Congress Trail Riesige Wurzeln eines Sequoia BaumesAb durch den Waldbrand Kings Canyon

Do, 22.7. Fahrt nach L.A.

Es gibt im Sequoia NP einen sog. Tunnel Log, also einen Baumstamm mit Tunnel durch den man hindurchfahren kann. War echt lustig das zu filmen. Da wir uns wieder auf 2000m befanden mussten wir all diese Höhenmeter hinunter fahren, um an die Küste zu gelangen. Die ersten 1700m haben wir in 20min Fahrt gemeistert. Es geht an der Südseite des Parks einfach senkrecht nach unten. Den Rest auf der 5 stündigen Fahrt durch die kalikornische Steppe, die, woimmer es Wasser gibt, mit Obstplantagen übersäht ist. NAtürlich haben wir uns dort für's Frühstück eingedeckt.

 Tunnel Log

Fr, 23.7. Universal Studios

Heute waren wir im Themenpark der Universal Studios Hollywood. Teuer, aber es hat sich gelohnt, schließlich haben wir an einem Tag alles gemacht, was es dort so gibt. Schwäbische Studenten halt ;-) Zuerst waren wir auf der Studio Tour. Man sieht dort viele Studios in denen all die Universal Filme gedreht werden und einige Kulissen, wie z.B. Europa, New York, etc. Von nahem sieht das alles gar nicht so echt aus, aber im direkten Filmvergleich ist es wirklich erstaunlich, wie real es wirkt. Danach haben wir alle anderen "Rides" gemacht: Jurassic Park (eine Achterbahn, die im Wasserfall endet), Mummy (vom Film "Die Mumie", es handelt hier um eine Achterbahn im Dunkeln, bei der man auch rückwärts fährt, war echt klasse), Shrek (eine virtuelle Achterbahn, die aber mehr eine Zusammenfassung des Filmes war, viel spannender war die Schlägerei hinter uns) und Simpsons (eine virtuelle Achterbahn, die echt genug, dass es einem dem Magen herum dreht, das passiert mir bei echten aber nie ;-)) Dann gab es noch die Shows, welche z.T. wirklich beeindruckend waren: Waterworld (45min Pyrotechnik, Artistik und Unterhaltung), Special Effects (da haben sie uns gezeigt, wie sie Leute auf Wolkenkratzern stehen lassen, digitales Make-Up machen etc.), Animal Actors (wirklich süß, wie Affen, Hunde, Katzen, Hühner und Vögel Kunststücke aufführen) und Terminator (leider den Filmen sehr ähnlich...) Als der Vergnügungspark schloss, spazierten wir noch über den Universal City Walk, der an ein kleines Las Vegas erinnert.

 Chandra auf dem roten Teppich Hollywoodkulisse Simpsons Ride

Sa, 24.7. L.A. Bus Tour

Heute haben wir uns mal eine Tour mit einem Kleinbus direkt vom Campingplatz aus gegönnt. Sie führte uns zuerst nach Downtown L.A. (dort gibt es nicht wirklich viel zu sehen), natürlich zur Hollywood Blvd mit dem Walk of Fame und dem Chinese Theater, zum Hollywood Sign am Berg, nach Beverly Hills, wo wir u.a. Christina Aguileras, Micheal Jacksons und Leo Di Caprios Haus gesehen haben und zum Rodeo Drive (die tolle Einkaufsstraße in L.A.) Zum Mittagsessen haben wir am Farmer's Market angehalten. Nachmittags sind wir dann nach noch Santa Monica weiter gefahren, wo wir an den beiden Hauptstränden waren. Sehr verschieden die beiden: Santa Monica Beach ist von den Reichen und Schönen belagert (hier wird auch Private Practice gedreht),Venice Beach ist ziemlich herunter gekommen und voll mit jungen, alternativen Leuten, die gerne tanzen. Auf der Heimfahrt haben wir uns noch mit einer schweizer Familie über unsere Erlebnisse in den USA ausgetauscht (die anderen Deutschen auf der Tour waren nicht ganz unser Fall). Es ist immer wieder erstaunlich wie ähnlich Europäer denken.

 Chinese Theater Walk of Fame Oscar für den Best Doctor Hollywood im Smog Leo Di Caprios Zuhause Hier starb Micheal Jackson 
Rodeo Drive Farmers Market

06Juli
2010

Tobias Hiller - Rest in peace!

Immer noch unter Schock muessen wir in unserem Blog schreiben, dass Tobias Hiller, der Universitaetsmusikdirektor der Uni Tuebingen, mit nur 44 Jahren gestorben ist. Er war der Leiter der Choere und des Orchesters in Tuebingen in dem Felix gespielt und auch gearbeitet hat. Wir kannten ihn sehr gut persoehnlich und sind in tiefer Trauer. 
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