2010
Nicht mehr lang!
LEIDER KANN ICH VORERST KEINE FOTOS MEHR REINLADEN. ES SCHEINT WOHL EIN GENERELLES PROBLEM MIT DER INTERNETSEITE ZU SEIN, DA DIES ORT- UND BILDUNABHÄNGIG IST. AUCH AUF EINEM NEUEN BLOG FUNKTIONIERT ES NICHT. ICH BIN MIT DEM WEBMANAGER IN KONTAKT UND HOFFE, DASS ES BALD UMSO MEHR BILDER ZU ZEIGEN GIBT.
Fr, 10.9.
Heute sind wir nach Virginia gefahren. Der WEg führte uns durch West Virgnia, eines der wenigen unberührten Stückchen Land an der Ostküste. Die Fahrt war unglaublich schön durch eine hügelige Landschaft mit netten Städtchen. Unser Campingplatz liegt wunderschön zwischen Hügeln, fast wie daheim ;-) Apropos, wir haben (zum ersten Mal) ein wirklich gutes DEUTSCHES Restaurant gefunden, wo wir herrlich gespeist haben. Die Besitzer sind ursprünglich aus Karlsruhe und kochen genau so: Wiener Schnitzel und vegetarische Platte mit Spätzle, Rotkraut, Bayrisch Kraut und grünen Bohnen, zum Nachtisch gab's Schwarzwälder Kirschtorte und Apfel-Käse-Kuchen. Dazu haben wir noch ein Pilsner Urquell bzw. einen Es war einfach super lecker, weil so authentisch. Sehr amüsierend war die "Band": 2 Schwaben und 2 Badener mit Akkordeon und Mundharmonika. Echt süß ;-) Etwas amerikanisiert waren die Outfits. Die Mädels hatten Dirndl an, aber weiße Turnschuhe. Geht ja gaaaar nicht. Jetzt sitzen wir sehr gesättigt auf unserem CAmpingplatz und genießen ausnahmsweise mal die Ruhe hier (unsere Campingplätze waren in letzter Zeit sehr oft an großen Autobahnen)
Sa, 11.9.
Heute haben wir unseren letzten National Park, den Shenandoah NP, besucht. Dies besteht aus der sogenannten Skyline Drive, einer 170km langen Straße, die am Kamm der Blue Ridge Mountains entlang führt. Von dort hat man alle paar Kilometer einen wunderbaren Ausblick auf das Umland, das sich mit seinen bewaldeten, sanften Hügeln vor allem im Herbst von seiner besten Seite zeigt. Ansonsten fährt auch auf dem Kamm durch dichten Wald, der mehr als 500 Baumarten beherbergt. So ganz nebenbei haben wir die 20 000 Meilengrenze (Das sind 32 000 km!!) überschritten. Auf unseren ökologischen Rucksack dieses Jahr können wir nicht gerade stolz sein, aber wir geloben Besserung.
So, 12.9.
Heute sind wir nach Washington gefahren. Diesmal waren es nur 4h, sodass wir den ganzen Nachmittag Zeit hatten uns unserem Film und dem (leider sehr schlechten) Internet zu widmen.
Mo, 13.9.
Heute haben wir also die Hauptstadt dieses großen Landes unsicher gemacht. Zuerst haben wir uns das Capitol und die Jefferson Library (Library of Congress) angeschaut. Letztere verfügt über 145 Mio Medien (Bücher, Filme, etc.) und ist einfach gigantisch. Danach sind wir die ganze Mall (3,2 km) vom Capitol bis zum Lincoln Memorial runtergelaufen, wobei wir hin und wieder in die Museen links und rechts davon geschaut haben. Diese sind ja alle umsonst. Das lässt natürlich ein schwäbisches Studentenherz höherschlagen, aber das Ganze hat auch Nachteile. Vor allem Kunstmuseen leiden darunter, dass Leute einfach dort durchrennen, alles anfassen, mit Handys rumtelefonieren und Musik machen und obendrein werden dann im Gehen noch Fotos mit Blitzu (!!) von jedem Bild oder Objekt gemacht. Das trübt das Erlebnis in einem Museum etwas.... Wie auch immer. Auf dem Rückweg sind wir in die Spitze des Washington Monument hochgefahren. Da dies das höchste "Gebäude" in Washington ist, hat man einen wunderschönen Blick über die ganze Stadt. Da wir noch ein wenig Zeit hatten, bis unser Shuttle uns wieder zum Campingplatz zurückbringen sollte, haben wir noch das Hirshhorn Museum besucht, das hauptsächlich Kunst des 20. Jhds beherbergt. Nach diesem Tag sind wir dann auch totmüde ins Bett gefallen.
Di, 14.9.
Heute waren wir nochmal in Washington. Morgens haben wir uns in aller Ruhe (4h) das Holocaust Memorial Museum angeschaut, eine sehr gut zusammengestellte Ausstellung von der Machtergreifung Hitlers bis zur Befreiung von den Alliierten. Das Museum ist deswegen so gut, weil es nicht (wie sonst immer) das deutsche Volk an den Pranger stellt, sondern sehr detailliert erklärt wie es zu diesem Desaster kommen konnte.Unserer Meinung nach sicher eines der besten zu diesem Thema (und wir haben schon viel davon gesehen). Wir waren jedenfalls begeistert, falls man diesen Terminus in dieser Hinsicht überhaupt benutzen darf. Danach haben wir uns zum Weißen Haus begeben, wo gerade Obama eingeflogen wurde. Da war natürlich ein riesiges Sicherheitstheater, wie wenn jemand aus 500m Entfernung den Präsidenten erschießen würde. Anyway, war irgendwie auch lustig das ganze Trara. Hinterher sind wir noch ein wenig durch Downtown gepilgert. Hatten noch ein paar Shoppingaufträge von ein paar Leute zu erledigen. Auf dem Rückweg zum Capitol, wo um 6 Uhr wieder unser Shuttle wartete, haben uns jeweils relativ kurz das Museum of NAtural History und die Gallery of Art angeschaut. Auch heute war es wieder ein straffes Programm.
Mi, 15.9.
Heute haben wir uns ein wenig Baltimore angeschaut. Es war nicht die grandioseste Idee mit dem Auto nach Downtown zu fahren, haben wir doch eine glattes halbe Stunde gebraucht, um überhaupt einen Parkplatz zu finden, der nicht pro TAG abrechnet. Aber sonst hat Baltimore einen schönen Inner Harbor, so ähnlich wie die Alster in Hamburg, bloß kleiner. Drum herum reihen sich Shopping Malls und Food Halls, ein Block dahinter ragen die Bürotürme von Downtown in die Höh'. Wir sind also ein wenig am Hafen spazieren gegangen und haben uns dann was zum Mittagessen gesucht. Felix hat dann auch mal wieder "Seafood" bekommen. Den Nachmittag haben wir vor unseren Laptops am CAmpingplatz verbracht.
Do, 16.9
Heute sind wir nach Gettysburg, Pennsylvania gefahren. Hier fand eine der bedeutendsten Schlachten des Cival War 1863 statt. In nur 3 Tagen starben hier 51 000 Soldaten. Bei einer Rundfahrt durch das landschaftlich schöne Gelände wird einem das Ausmaß dieser Schlacht schnell bewusst. Ansonsten ist das mehr was für Amerikaner hier. Nun genießen wir unseren letzten Campingplatz auf unserer Reise, denn morgen geht's wieder nach NYC. Leider regnet es momentan, aber zum Glück hat es wieder einen Pavillon hier, sodass wir ein sicheres Dach über dem Kopf haben.
Fr, 17.9.
Heute sind wir also von Gettysburg nach NYC gefahren. Nicht sehr weit, aber der Verkehr ist einfach die Hölle. Vergleichbar mit Florenz, nur leider ist die Stadt und damit der Verkehr noch unendlicher. Wir haben es aber schließlich noch nach Brooklyn geschafft, wo wir uns von unserem treuen Begleiter (am Ende hat er dann nicht mehr so viele Probleme gemacht), dem Ford Taurus, verabschiedet. Endlich! Erst mal kein Auto fahren mehr! Den Abend haben wir bei vielen Erzählunge und Diskussionen ausklingen lassem.
Sa, 18.9.
Morgens haben wir uns erst mal wieder etwas eingerichtet, schließlich bleiben wir hier ja auch ne Weile. Mittags haben wir das Auto wieder blitz blank gemacht und abends gab's dann wieder gutes Essen für alle (Cindy, Micheal, Kyle, Ryan etc.) und danach haben ihnen unsere schon existierenden Filme, NYC und North East, gezeigt.
So, 19.9.
Heute mussten wir erst mal ausschlafen, ist es doch gestern etwas sehr spät geworden. Dann ging's wieder ans Filme machen und an die Planung für die verbleibenden 12Tage.Wir wollen ja auch noch was sehen von dieser beeindruckenden Stadt.
Mo, 20.9.
Morgens haben wir uns erst mal wieder dem Film schneiden gewidmet. Um 14 Uhr hatten wir dann eine Tour im "Biggest Little Museum of New York" gebucht. Dies ist ein einziger Raum im Meat Packing District, der sich mit der Zeit des Wiederaufbaus nach 9/11 beschäftigt. Die Wände sind mit sehr vielen bewegenden Fotos des offiziellen Fotografen auf Ground Zero, Suson, tapeziert. Zu jedem Bild kann man sich mit einer Audio-Tour eine kleine Erklärung anhören. Das "Museum" ist wirklich nett gemacht, mit Sesseln, schönem Licht, vielen Kerzen und familiärer Atmosphäre. Diese Bilder zu sehen ist für viele Menschen hier immer noch sehr emotional, da einfach jeder jemanden kennt, der am 11.9.2001 zu Tode gekommen ist.
Di, 21.9.
Heute waren wir mal wieder in Downtown unterwegs, diesmal beim American Museum of Finance. Wir erwartet war ein großer Ausstellungsbereich zur derzeitigen Finanzkrise, die hier im Vergleich zu Deutschland noch sehr viel präsenter ist. Man konnte auf einer Klapptafel den genauen Verlauf der einzelnen Ereignisse nachvollziehen, im Hintergrund konnte man eine Kurve des Dow erkennen, der nicht nur für die amerikanische Wirtschaft eine gute Richtlinie ist. Da wir die Tafel wohl sehr genau studiert hatten - sie war auch wirklich gut gemacht - hat uns ein Journalist von der L.A. Times zu diesem Thema ausgequetscht. Unsere Kommentare dürften also bald dort zu lesen sein. Auch sonst erfährt man sehr viel in diesem Museum: die Entstehung des Dollar, die Geschichte von Wallstreet, genaue Definitionen aller möglichen Finanzbegriffe, die Entstehung eines Marktes und viele weitere Sachen. Nachdem wir uns dort satt gesehen hatten, meldete sich ein anderer Sinn: Der Geschmack. Er wollte auch befriedigt werden. Gegenüber des Museums fanden wir ein Cipriani-Restaurant. Ein Beispiel dafür, dass es auch in den USA hin und wieder mal richtig feine italienische Küche gibt. Das hatte auch seinen Preis, aber dafür richtig lecker *mmmmmmmmmmh* Gegen Nachmittag haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht, sodass wieder Film schneiden angesagt war.
Mi, 22.9.
Heute haben wir das Programm herumgedreht: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen! Also haben wir den ganzen Morgen an unseren Laptops gesessen, wenigstens ist unser Midwest Part I - Film jetzt fast fertig. Mittags sind wir zu Grand Central Station gefahren, wo's ja immer so leckeres Essen gibt. Diesmal ganz bunt: Sushi, Miso-Suppe und ein indisches Veggie-Combo. Wir müssen das einfach noch ausnutzen, solange wir noch können, dafür gibt's daheim wieder Kartoffelsalat *mmmh* Danach haben wir uns die NY Public Library mal von innen angschaut. Diese wird gerade von Grund auf renoviert, sodass wir im Mai noch nichts sehen konnten. Jetzt strahlt sie (zumindest von innen) wieder wie eh und je, vielleicht noch ein wenig schöner. Solche Lesesäle will ich an der Uni auch haben ;-) Schließlich haben wir uns ein wenig auf Shopping-Tour gemacht. Wir gehen nächsten Mi zum Abschluss zu einem Gala-Konzert in die Carnegie Hall (mehr wird noch nicht verraten) und dazu mussten wir uns noch mit den dementsprechenden Klamotten ausstatten. Mein Lieblingsladen für sowas ist mittlerweile die Dressbarn. Gibt's leider nur in den USA, hat aber wirklich bezahlbare Outfits (vor allem auch für kleinere Frauen) für alle möglichen Anlässe. Abends haben wir noch lecker gekocht und dann ab ins Bett.
Do, 23.9.
Heute haben wir uns wieder voll dem Film schneiden gewidmet, es gibt also nicht wahnsinnig viel zu erzählen *g*
Fr, 24.9.
Heute haben wir mal wieder Film geschnitten. Also nichts Besonderes.
Sa, 25.9.
Um mal wieder Abwechslung in unser Leben zu bringen ;-) waren wir heute auf der Steuben Parade. Dies ist ein Deutsch-Amerikanischer Umzug, der an der Fifth Ave entlang geht. Wie ihr seht akklimatisieren wir uns langsam, sodass wir zu Hause keinen Kulturschock bekommen ;-) Mal sehen, sehr deutsch war er ja nicht, der Umzug. Was haben bitteschön Dudelsäcke, die "America the Beautiful" spielen, mit Deutschland zu tun? Aber gab's auch ein paar Spielmannszüge aus Heidelberg und Umgebung, die waren natürlich echt. War schon ein sehr interessantes Erlebnis... unglaublich wieviel deutsche Touris so in NYC rumhängen.
So, 26.9.
Wer hätte es gedacht? Film schneiden.
Mo, 27.9.
Film schneiden
Di, 28.9.
Da der morgige Tag schon komplett ausgebucht ist, haben wir das Farewell-Dinner mit Cindy (meiner Tante) und ihrer Familie vorverlegt. Wir haben ein letztes Mal lecker gekocht und ihnen die Midwest Filme gezeigt. Es war ein schöner Abend.
Mi, 29.9.
Zuerst haben wir uns auf den Weg zum Rubin Museum of Art gemacht. Dort trafen wir den Chief Curator Martin Brauen, ein Schweizer. Dieser zeigte uns im Schnelldurchlauf das gesamte Museum. Es zeigt v.a. tibetische Kunst und ist sehr gut gemacht, auch für Leute, die vorher noch nie etwas davon gehört haben. Man merkt schon, dass ein Schweizer hier die Finger im Spiel hatte: sehr strukturiert, logisch und gut organisiert ;-) Danach sind wir nach Downtwon gefahren, wo ein Heli auf uns wartete. Mit diesem sind wir 15min über Manhattan geflogen, ein genialer Abschiedseindruck. Das Wetter dazu hätte nicht besser sein können. Ihr werdet es im Film sehen.
Abends hatten wir dann noch eine Steigerung im Programm: Die Opening Night Gala in Carnegie Hall! Die Wiener Philharmoniker spielten Beethovens 7. Symphonie und sein 1. Klavierkonzert, Solist war Lang Lang. Kann man sich ein traumhafteres Programm vorstellen? Als Beethoven Liebhaber wohl kaum! Wir genossen unseren letzten Abend dort sehr, vor allem auf sehr guten Plätzen.
Do, 30.9.
Heute war packen angesagt. Nach so langer Zeit in dend USA fällt es doch schwer dieses Land zu verlassen, schließlich haben wir sooooooooooo viele tolle Sachen erlebt und ne Menge netter Leute kennengelernt. Wir werden wohl mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehen, wenigstens ein bisschen freuen wir uns schon uach darauf nach Hause zu gehen, auch wenn uns dort ein großer Berg Arbeit und ein startendes Semester wartet.
Fr, 1.10.
Ziemlich müde, aber dennoch glücklich kamen wir zu Hause an.
Fazit: Sicher eine der schönsten Zeiten in unserem (vor allem auch gemeinsamen) Leben. Würd ich das wieder machen? SOFORT!!!

Wir haben auch mal wieder unsere sogenannte "260 Air Conditioning" angehabt: 2 Fenster offen und 60mph fahren. Leider ist das Klima hier wieder nicht mehr so attraktiv. Die Schwüle schränkt einen sowohl geistig (also nix mit Doktorarbeit schreiben) und körperlich (keine Lust das Zelt auszubauen) extrem ein und aus der Music Barn - hier war's angenehm kühl - haben die Herren vom Campingplatz uns leider verjagt. Heute Abend gehen noch zum Hard Rock Café, denn dort findet ein relativ günstiges Country Music Konzert statt. Wir müssen das einfach auch mal gehört haben. Wir sind schon sehr gespannt. 

och nach Savannah und Charleston, sodass der Blog wohl erst am 6.9. wieder aktualisiert wird.











Sehr interessant war, dass sie einen Professor der University of Phoenix eingeladen hatten, um über die Behandlung von Schlangenbissen zu sprechen. Nun, jetzt wissen wir definitiv Bescheid, was zu tun ist. Außerdem haben wir erfahren, dass mehr als 50% der Opfer betrunkene Männer sind, da bin ich (Chandra) ja weit davon entfernt *freu* Dann sind wir zum Indian Pueblo Cultural Center gegangen. Dort kann man alles über die Kultur der Pueblo-Indianer erfahren, die hier schon 10 000 Jahre hausen. Am Nachmittag war sogar eine Tanzvorstellung geplant, welche die Navajo-Indianer (keine Pueblo-Indianer) ausführten. Es war wirklich interessant dies mal live zu sehen und nicht immer nur in Western-Filmen. Gegen Abend sind wir dann noch zum Petroglyphs National Monument gefahren. Hier kann man an einem Wanderweg entlang mehrere Felsenmalereien der hiesigen Indianer sehen, die wohl schon mehrere tausend Jahre alt sind.











